13. Juli 2026
Nach über drei Jahren Vorbereitungszeit, unzähligen Frondienststunden mit viel Herzblut und Engagement, schlaflosen Nächten und einigen Sorgenfalten konnte das Eidgenössische Armbrustschützenfest (EASF) 2026, das vom 9. bis 19. Juli in Weesen ausgetragen wird, am 9. Juli eröffnet werden.
«Wir sind froh, dass das Fest nun eröffnet ist. Wir haben viel Arbeit in die Festvorbereitungen gelegt und waren zuversichtlich, dass unser Plan aufgeht», so Co-OK-Präsident Ernst Zellweger. «Aber es kommt der Punkt, da kannst du nicht weiter planen. Mit dem Fest-Start kann die Planung nun umgesetzt werden, und wir sind zuversichtlich, dass wir den knapp 800 angemeldeten Armbrustschützinnen und Armbrustschützen ein tolles Fest mit vielen Highlights bieten werden.»
Offizieller Tag: Die Fahne wird übergeben
Der offizielle Tag war für den 12. Juli geplant, ein Tag mit besonderer Wichtigkeit für die Veranstalter: Viele Ehrengäste waren zu Gast, und die Verbandsfahne des Eidgenössischen Armbrustschützenverbandes EASV wurde offiziell in die Hände der Organisatoren des EASF 2026 übergeben. Dem feierlichen Akt ging ein Fahnenumzug voraus, bei dem die Verbandsfahne von den Unterverbands- und Vereinsfahnen begleitet wurde. «Dies ist ein besonderer Anlass, und ich bin stolz, mit meiner Fahne heute die EASV-Verbandsfahne begleiten zu dürfen!», sagte einer der Unterverbands-Fähnriche sichtlich berührt.
Fahnenübergabe und Fahnengruss, eine besondere Ehrerbietung an die Fahne des EASV, fanden als feierlicher Akt im Beisein des Organisationskomitees, vieler Sponsoren und Ehrengäste aus Politik, Sport und Militär sowie zahlreicher Festbesucherinnen und -besucher in der Speerhalle in Weesen statt.
Zu den Ehrengästen gehörte unter anderem KKdt Benedikt Roos, Chef der Armee, der kurzfristig für den verhinderten Bundesrat Martin Pfister einsprang und den Armbrustschützinnen und Armbrustschützen die besten Grüsse aus Regierung und Armee überbrachte.
Die St. Galler Kantonsregierung liess sich die Teilnahme nicht nehmen: Kantonsrats-Präsidentin Andrea Abderhalden-Hämmerli richtete eine Begrüssungsansprache an die Besucherinnen und Besucher sowie an alle Armbrustschützinnen und Armbrustschützen und zeigte sich sichtlich erfreut, dass das EASF in ihrem Kanton stattfindet. «Die Wertschätzung, die uns die St. Galler Regierung damit entgegenbringt, erfüllt uns mit Stolz und grosser Freude!», so der zufriedene Co-OK-Präsident Marcel Benz.
Die Gemeindepräsidentin Rhea Gisler zeigte sich hocherfreut, die Schweizer Armbrustfamilie in Weesen zu Gast zu haben, und ist überzeugt, dass Weesen ein perfekter Gastgeber sein wird. Ihre Worte brachten es auf den Punkt: «Für Weesen bedeutet dieses Eidgenössische Armbrustschützenfest weit mehr als einen sportlichen Grossanlass. Es bringt Menschen zusammen. Es schafft Begegnungen. Es verbindet Generationen. Und es zeigt, was möglich wird, wenn viele Menschen gemeinsam an dieselbe Idee glauben.»
Auch EASV-Präsident Martin Schneider wandte sich an seine Armbrustfamilie und liess von Anfang an seine persönliche Dankbarkeit sowie jene des Dachverbandes spüren: «Dass wir uns alle heute hier versammeln und den offiziellen Tag des EASF 2026 in Weesen feiern dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit. Ohne den Einsatz und das uneigennützige Engagement von initiativen Verbandsvertretern aus dem OASV würde hier nichts stattfinden. Allen voran ist es Ernst Zellweger und Marcel Benz gelungen, den Verband OASV für dieses Projekt zu motivieren und alle Vereine und Verbandsmitglieder dafür zu gewinnen. Dank diesem bedingungslosen Einsatz für unseren Sport ist das möglich geworden, und dafür bedanke ich mich im Namen der Verbandsleitung und sicher auch aller Armbrustschützinnen und Armbrustschützen von ganzem Herzen.»
Feuertaufe bestanden
Die grösste Armbrustschiessanlage der Welt, mit ihren 36 Scheibenzügen speziell für das EASF 2026 aufgestellt, musste bereits am ersten Tag ihre Feuertaufe bestehen: Am 9. Juli fand das traditionelle Behörden-, Medien- und Sponsorenschiessen statt, mit dem ein EASF eröffnet wird.
Ein Highlight jagt das nächste
Neben dem normalen Festbetrieb und einem attraktiven Unterhaltungsprogramm standen bereits mehrere sportliche Höhepunkte auf dem Programm.
Am 9. Juli wurden die Ostschweizer Verbandsmeisterschaften ausgetragen. Dabei gelang Co-OK-Präsident Ernst Zellweger eine besondere Leistung: Er gewann die Bronzemedaille, obwohl er bis kurz vor Wettkampfbeginn noch mit Vorbereitungsarbeiten fürs EASF beschäftigt war. Kurz umgezogen, treffsicher das Programm absolviert und Bronze geholt, das muss ihm erst einmal nachgemacht werden!
Am 11. Juli folgte mit den EASV-Verbändewettkämpfen in den Kategorien Elite, Junioren U23 und Veteranen bereits das nächste sportliche Highlight, das bei den Armbrustschützinnen und Armbrustschützen traditionell einen besonderen Stellenwert geniesst.
Das erste Festwochenende wurde am 12. Juli mit dem SwissCup-Finalwettkampf abgeschlossen. Die 16 besten Teams der Schweiz, qualifiziert über eine Qualifikations- und zwei Cup-Runden, kämpften bei hochsommerlichen Temperaturen in einem spannenden Final um die Meisterehren.
Geglückter Start
Co-OK-Präsident Ernst Zellweger zeigt sich äusserst zufrieden mit dem Start und dem ersten Wochenende. «Natürlich sind noch die einen oder anderen Probleme aufgetreten, und natürlich haben wir auch Punkte entdeckt, die noch verbessert werden können. Aber alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Start unseres Grossanlasses. Und was mich einfach immer wieder begeistert, sind die tollen Begegnungen mit unseren Festbesucherinnen und Festbesuchern und die schönen Momente, die wir gemeinsam verbringen dürfen.»