22.03.2025

Verband

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Tagelswangen

127. EASV Delegiertenversammlung

Zu den Klängen des Musikvereins Kempttal, unter der Leitung von Stephan Burkhalter, fanden sich am vergangenen Samstagvormittag nach und nach die Delegierten, Ehrengäste und Ehrenmitglieder im Bucksaal in Tagelswangen ein.

Pünktlich um 09.30 Uhr begrüsste der EASV-Präsident Martin Schneider mit den geflügelten Worten „Freude herrscht!“ die Anwesenden zur 127. Delegiertenversammlung. Doch bereits in seiner Begrüssungsrede machte der Präsident klar, dass eben nicht nur Freude herrscht im Verband. Weil nach wie vor Funktionäre in den Ressorts fehlen, könnte es sogar zum Äussersten kommen und Wettkämpfe wie «Swisscup 30m», «Schweizer Meisterschaft 10/30m», «Einzelwettschiessen 10m/kniend» und alle Nachwuchswettkämpfe müssen abgesagt werden.

 

Verantwortung übernehmen

Offenbar bedient man sich allzu gerne der „Vogel-Strauss-Taktik“ – Kopf in den Sand stecken und abwarten, bis sich das Problem in Luft aufgelöst hat. 28 Sektionen haben sich für die Delegiertenversammlung abgemeldet, zwei blieben unentschuldigt fern. Ist das ein Zeichen dafür, dass man versucht, sich aus der Verantwortung zu ziehen?

Schneider sagt, dass alle im selben (sinkenden) Boot sitzen. Man kann entweder zusammen untergehen oder überleben. Er gibt die Hoffnung jedoch noch nicht auf und zeigt sich optimistisch, dass der Armbrustsport überleben wird.

 

Motivationsrede

Danach folgten Grussworte von Andy Morf vom Freundschaftsbund Züriland -dem Organisator der diesjährigen DV- und von Gemeindepräsident Bernhard Hosang, der seine Gemeinde äusserst unterhaltsam und amüsant vorstellte.

Der ehemalige moderne Fünfkämpfer, Sportmoderator und Kommunikationsleiter Peter Minder zeigte in seiner Motivationsrede eindrücklich auf, wie man sich fokussieren kann. „Wenn man sich ein realistisches Ziel setzt, muss es auch erreichbar sein“, so die Aussage des einstigen Olympiateilnehmers. Dabei erzählte er, wie er sich auf den Wettkampf bei Olympia vorbereitet hatte.

 

Alle Traktanden genehmigt

Nachdem man der im vergangen Verbandsjahr verstorbenen Mitgliedern gedacht hat und der Musikverein noch ein letztes Stück gespielt hatte, ging man zum Tagesgeschäft über. Die einzelnen Traktanden wurden zügig abgehandelt und genehmigt. Einzig beim Solidaritäts-5-liber gab es ein Votum aus den Reihen der Delegierten, welches jedoch keine Chance auf Zustimmung erhielt.

Nach Traktandum 9 kam es zu den ersten Ehrungen. Hansueli Tschiemer übergab die Wanderpreise des Volksschiessens und Präsident Martin Schneider überreichte die Verdienstmedaillen. In diesem Jahr waren weit weniger verdiente Mitglieder gemeldet als üblich.

 

 

Kassier und Sekretärin gewählt

Danach wurden die Anträge des Vorstandes EASV genehmigt und die Wahlen standen auf dem Programm. Der Präsident wurde einstimmig und mit grossem Applaus bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurden der Kassier Erwin Schweizer und die Sekretärin Nicole Guyer. Schneider zeigte sich sehr erfreut darüber, dass diese zwei wichtigen Posten neu besetzt werden konnten. Man muss sich in der heutigen Zeit sehr dankbar zeigen, wenn es noch Leute gibt, die bereit sind, solche verantwortungsvollen Ämter auszuführen.

Neue Athletenvertreterin wird Sarah Hügli. Nach wie vor ist man auf der Suche nach einem neuen Nachwuchsverantwortlichen und Leiter von verschiedenen Ressorts. An der nächsten Vorstandssitzung wird entschieden, wie es weiter gehen soll und ob man Wettkämpfe absagen muss.

 

Zwei neue Ehrenmitglieder

Nach einer Pause standen weitere Ehrungen auf dem Programm. Den Vereinen Horgen, Beringen und Brestenegg Ettiswil wurde jeweils eine Armbrust für ein Jahr übergeben, als Dank für ihr gutes Nachwuchsangebot.

Monika Hurschler (Siegerin Gesamtweltcup 2024) und Stephan Loretz (Weltrekordschütze) wurden für ihre ausserordentlichen Leistungen geehrt.

Die Vereine Schwellbrunn (125 Jahre), Altstätten, Oberengstringen, Thunstetten (alle 75 Jahre), Grächen und Bucheggberg (25 Jahre) durften einen Erinnerungspreis entgegennehmen.

Der Präsident verabschiedete Tobias Felber, Joel Brüschweiler, Erwin Grossglauser und Franz Streule mit einem Geschenk. Ehrenmitglied Paul Dummermuth erhielt eine schöne Glocke, die er sich anlässlich seiner Ernennung im letzten Jahr aussuchen durfte.

Der scheidende Kassier Andreas Schelling wurde für seine 20-jährige Tätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt. Leider konnte Schelling aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein und bekam so nicht mit, dass sich sämtliche Anwesenden anlässlich seiner Ernennung erhoben und ihm mit stehenden Ovationen Tribut zollten. Ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wurde Yvonne Wiederkehr, die zehn Jahre lang das Sekretariat des EASV leitete.

 

EASV 2030

Unter Verschiedenem stellte Martin Schneider das Projekt „EASV 2030“ vor. Dieses sieht vor, dass nachhaltige Strukturen definiert werden müssen, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Erste Kontaktaufnahmen fanden bereits statt. Über die nächsten Schritte und Entscheidungen wird laufend informiert.

Erich Röthlin, Präsident der Disziplinarkommission, informierte, dass ein Schütze für 3 Jahre wegen unerlaubten Hilfsmitteln gesperrt werden musste. Er bittet die Anwesenden sich bei Verdachtsfällen frühzeitig zu melden. Die DK bietet ihre Unterstützung gerne an.

Toni Albisser zeigt die verschiedenen Möglichkeiten zur Nachwuchsausbildung auf. Und die ASG Emmenbrücke sucht 10m Armbrüste für den Nachwuchs.

 

Mit der Bestimmung des nächsten Tagungsortes – 28. März 2026 in Weesen – und den Dank- und Abschiedsworten des Präsidenten, wurde der offizielle Teil der DV beendet.

 

Danach waren alle auf der sonnigen Terrasse des Bucksaals zu einem Apéro - das die Gemeinde Lindau gespendet hat - eingeladen. Beim gemeinsamen Mittagessen nutzte man noch die Gelegenheit sich auszutauschen, bevor sich dann alle wieder auf den mehr oder weniger langen Heimweg begaben.


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