
Die 90. Generalversammlung der Veteranen Vereinigung des Eidg. Armbrustschützenverbandes (VV EASV) vom 15. März in Illnau/ZH verlief ruhig und sehr speditiv. Einzig die Grussbotschaft des Präsidenten des Eidg. Armbrustschützenverbandes stimmte den einen oder anderen Teilnehmer doch eher nachdenklich.
Die Traktandenliste liess keine schwierige und diskussionsintensive Generalversammlung (GV) erwarten. Das Schiff der Armbrust-Veteranen segelt derzeit grundsätzlich in ruhigen Gewässern.
Die gute GV-Vorbereitungsarbeit unter der Leitung des Veteranen-Präsidenten Kurt Röthlin (Regensdorf/ZH) führte dann auch erwartungsgemäss zu einer reibungslosen Versammlung, bei der innerhalb von rund zwei Stunden alle Geschäfte problemlos und ausnahmslos einstimmig abgewickelt werden konnten - was die hervorragende Arbeit des gesamten Vorstandes und das Vertrauen der Mitglieder in die Leitung der Veteranenvereinigung bestätigt.
Stabile Finanzen
Für das Kalenderjahr 2024 war ein Verlust budgetiert worden und der Rechnungsabschluss wies dann auch erwartungsgemäss einen solchen aus. Der Verlust lag mit rund Fr. 2900 aber deutlich unter dem veranschlagten Wert, was auf das besondere Augenmerk des Vorstandes, die Kosten bei allen Positionen so gering wie möglich zu halten, zurückzuführen ist.
«Wir sind kein armer und auch kein reicher Verband. Aber damit es uns auch in Zukunft gut geht, dafür müssen wir gewissenhaft sorgen.» betonte Präsident Röthlin und ergänzt: «Auch für dieses Jahr haben wir ein negatives Ergebnis budgetiert und auch 2025 werden wir alles daran setzen, dass das Endergebnis wenn immer möglich besser als prognostiziert ausfallen wird!»
Die Versammlung folgte dem Antrag der Revisoren und sowohl die Jahresrechnung 2024 wurde einstimmig angenommen als auch die Déchargen-Erteilung für den Vorstand war eine reine Formsache. In der Folge wurden dann auch dem Budget 2025 und dem bei Fr. 15 gleichbleibenden Jahresbeitrag diskussionslos zugestimmt.
«Nachwuchsprobleme»
Die Veteranenvereinigung, die in noch nicht allzu ferner Vergangenheit keine «Nachwuchsprobleme» kannte, hatte im vergangenen Jahr erneut einen Mitgliederrückgang zu verzeichnen. «Noch vor Jahresfrist durften wir 461 Mitglieder zu unserer Vereinigung zählen. Per 01.01.2025 hat sich diese Zahl auf 441 Mitglieder verringert.» war vom Finanzchef und Adressverwalters Rolf Keller (Marthalen/ZH) zu vernehmen.
Diesen Rückgang will die Veteranenvereinigung stoppen. «Motiviert Eure Vereinskolleginnen und Vereinskollegen, die das 55 Altersjahr erreicht haben, unserer Vereinigung beizutreten!» forderte Präsident Röthlin die anwesenden Mitglieder auf und ergänzt mit einem Schmunzeln: «Mir ist bewusst und bekannt, dass es noch eine Vielzahl von Armbrustschützinnen und Armbrustschützen gibt, die das Veteranen-Alter zwar erreicht hätten - aber unserer Vereinigung noch nicht beigetreten sind, weil sie sich noch nicht als “Veteranen“ fühlen.».
EASV - Quo vadis?
Die Sorgenfalten standen dem Präsidenten des Eidg. Armbrustschützenverbandes (EASV), Martin Schneider, bei seinen Grussworten an die Versammlung ins Gesicht geschrieben. «Zum einen bereiten uns die neuen Forderungen von Swiss Olympic Sorgen (Quote von 40% beider Geschlechter im Vorstand und Amtszeitbeschränkungen) und zumanderen wird es immer schwieriger, Personen zu finden, die sich für eine Vorstands- oder Ressort-Funktion zur Verfügung stellen!».
Der EASV-Präsident schaut sorgenvoll in die Zukunft. Noch ist es dem Dachverband nicht gelungen, alle offenen Positionen im Vorstand und in den Wettkampf-Organisationen zu besetzen. Seine klare und unmissverständliche Aussage «“Keine Wettkampfleiter“ ist gleichbedeutend mit “keine Wettkämpfe“» stimmte die anwesenden Mitglieder der Veteranenvereinigung dann doch eher nachdenklich und die eine oder andere Sorgenfalte ging nach dieser Aussage vom EASV Präsidenten auf die Versammlungsteilnehmerinnen und Versammlungsteilnehmer über.
Scheider hatte aber auch positive Nachrichten in seinem Gepäck und so durfte er die Versammlung darüber informieren, dass doch noch ein paar engagierte Personen gefunden werden konnten, die sich an der EASV-Delegiertenversammlung vom 22. März in Tagelswangen/ZH zur Wahl stellen werden. Die Vorstandsfunktionen «Finanzen», «Sekretariat» und «Athletenvertreterin» werden - vorbehältlich der Wahl durch die Delegierten - besetzt werden können.
Das überaus wichtige Amt «Ausbildung und Ethik» könnte, falls sich keine Nachfolgeregelung finden lässt, nach der Delegiertenversammlung aber verwaist dastehen.
«Ebenso ist noch nicht geklärt, ob einige für den EASV wichtige Wettkämpfe in diesem Jahr durchgeführt werden können.» mahnte Schneider an und weist mit einem gleichzeitigen Aufruf, den EASV bei der Personalfindung zu unterstützen, darauf hin, dass die Ressortfunktionen «Leiter Schweizermeisterschaft 10/30m», «Swiss-Cup 30m» und auch das «Einzelwettschiessen 10m/kniend» noch nicht besetzt werden konnten.
Darüber hinaus informiert Präsident Schneider über das geplante Projekt «EASV 2030», mit dem sich der EASV in enger Zusammenarbeit mit den Unterverbänden auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten und Lösungen, diese Probleme Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen, erarbeiten will.
Grüsse aus Weesen
Als Vertreter aller Unterverbände, aber auch im Namen der Organisatoren des im kommenden Jahr zur Austragung kommende Eidg. Armbrustschützenfest (EASF) in Weesen (09.-19.07.2026) überbringt Thomas Koch (Präsident des ZSAV) die Grüsse an die Veteranenvereinigung und fordert die anwesenden Veteranen auf, sich das EASF-Datum bereits heute in den Terminplaner einzutragen - als Teilnehmer und/oder auch als Helfer.
Generalversammlung 2026
Das Datum für die 91. Generalversammlung der Veteranenvereinigung ist bereits bekannt: 21. März 2026. Da bisher aber noch kein Veranstalter gefunden werden konnte, ist noch nicht klar, wo die GV-2026 tagen wird.